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"A truly great DJ, just for a moment, can make a whole room fall in love. Because DJing is not about choosing a few tunes. It's about genenerating shared moods; it's about understanding the feelings of a group of people and directing them to a better place" (Bill Brewster - Autor von "Last Night A DJ Saved My Life")

Meine ersten Mixtapes stellte ich Mitte der 80er Jahre in London zusammen. Stundenlang verharrte ich mit meinem Grundig Kassettenrekorder am Lautsprecher des Radios, bis endlich die Peel Sessions auf BBC über den Äther waberten. Vor lauter Aufregung, welchen Act der legendäre Radio-DJ John Peel in seiner wöchentlichen Sendung präsentieren würde, verkrampften gern mal mein rechter Daumen und der Zeigefinger, die auf der Rekord- und der Playtaste ruhten. Man musste beide Tasten gleichzeitig drücken, wenn man aufnehmen wollte, und das Drücken der Tasten musste genau zum richtigen Zeitpunkt passieren, denn eine Sekunde zu früh bedeutete, dass man eventuell noch das Ende der Anmoderation von Peel auf Tape hatte, und das galt es unter allen Umständen zu vermeiden.

Wenn man dann rechtzeitig die Rekordtaste am Anfang und die Stopptaste am Ende des Liedes gedrückt hatte, bedeutete das aber nicht, dass man nicht auch andere Geräusche aufgenommen hatte: das Scheppern von Töpfen aus der Küche, das Zuschlagen von Autotüren auf der Straße, das Bellen eines Hundes auf dem Gehweg usw.... nun denn, das gehörte halt zum kreativen Prozess des Aufnehmens dazu. Wenn dieses Malheur aber bei einem besonders guten Song eintrat, war es meistens gleichbedeutend mit der Kaufberichtigung des Songs am nächsten Tag auf Single (oder auf EP oder LP, wenn es den Song nicht auf Single gab) im Plattenladen meines Vertrauens. Solange ich Songs mit diesem dualen System (Kassettenrekorder, 10 cm Abstand, Radio) aufnahm, kam es eigentlich immer vor, dass sie unangenehme Nebengeräusche enthielten. Dementsprechend oft ging ich in den Plattenladen, um die Songs in ihrer ganzen Vollkommenheit besitzen zu können.
 
Um dieses kostspielige Unterfangen in den Griff zu bekommen, stieg ich auf ein Hifi-System um, bei dem das Radio oder vielmehr der Tuner, wie es nun  in audiophilen Fachkreisen hieß, über Cinch-Verkabelung an den Taperecorder (noch so ein neues Wort) angeschlossen war. Von jetzt an gab es keine schreienden Kinder mehr auf den Songs, die ich aufnahm, sondern nur noch die Songs als solche. Ich war soooo glücklich, denn jetzt konnte ich ohne großen Qualitätsverlust aufnehmen, Cassetten kaufen, aufnehmen, Cassetten kaufen, aufnehmen.....

Das ging dann so weiter bis in die 90er Jahre, bis ich genug Tapes beisammen hatte, um diese auf kleineren Privatfeiern, mitunter in der hauseigenen Gartenlaube, später im Hobbykeller meines Onkels, auf ihre Wirksamkeit vor Publikum zu testen. Da das Spulen zum nächsten Song, den man spielen wollte, aber eine qualvolle und zeitraubende Angelegenheit war, kaufte ich mir schlussendlich einen zweiten Plattenspieler und ein Mischpult und fing an, „richtiges“ DJ-Werkzeug zu benutzen.

Auch wenn ich inzwischen hauptsächlich digital auflege, ist es für mich immer wieder eine
der schönsten Herausforderungen, die Menschen auf der Tanzfläche auf eine musikalische Reise mitzunehmen oder „to a better place“, wie es der Autor Bill Brewster (s.o.) formulierte. Bekanntlich führen ja viele Wege nach Rom, und so gibt es natürlich auch für mich als DJ mehrere Herangehensweisen für die Gestaltung eines Abends. Ein mögliches Szenario wäre z.B. zurückhaltender Bossa Nova, Soul und Funk zu Beginn im Hintergrund. Zu fortgeschrittener Stunde dann ein weites Spektrum von bekannten Klassikern, beginnend mit R&B aus den 50ern, Soul aus den 60ern, Disco aus den 70ern, Pop aus den 80ern, Hip Hop und Dance aus den 90ern bis hin zu den aktuellen Charts. Manchmal führt die Reise auch in Gegenden Südamerikas, in den vorderen Orient oder in den Balkan.

Egal wo die Reise auch hinführen mag, stets versuche ich herauszufinden, wohin ich die Gäste mitnehmen kann, soll oder darf. Es ist immer ein aufregender Weg für mich, und wenn ich dann am Ende der Reise/Feier in die freudestrahlenden Augen verschwitzter Gesichter blicke und die Wolken wieder lila sind, erfreut es mein Herz jedes Mal aufs Neue,  wenn ich meine Liebe zur Musik mit anderen teilen durfte. Das Leben ist schön!###

Washington Bar (Resident DJ), Haus 73 (Resident DJ), diverse Bars und Clubs in Holland, Spanien und Deutschland. In Hamburg: Rosi's Bar, Hoch 3, Oberhafenkantine u.a.. Diverse Hochzeiten in Holland, Belgien und Deutschland, Firmenfeiern, Geburtstage und Modenschauen (Rotterdam)




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  • 01.Augenbling (Seeed)
  • 02.All Night Long (Extended Club Version) (Parov Stelar)
  • 03.Something Got Me Started (Simply Red)
  • 04.Pena Estrada (Mo' Horizons)
  • 05.Move On Up (Curtis Mayfield)
  • 06.Ain't Nobody (Chaka Khan)
  • 07.8th Wonder (Sugarhill Gang)
  • 08.Ain't No Mountain High Enough (Ben Human RMX) (Marvin Gaye & Tammi Tarrell)
  • 09.It's A Shame (Detroit Spinners)
  • 10.Bebete Vaobora (Jorge Ben Jr.)