Feb 16, 2019 Hochzeits-Tipps
Erstellt von: Frank


So gelingt die perfekte Hochzeitsparty - 10 Tipps & Tricks aus der DJ-Perspektive



Häufig werden DJs bei uns erst dann angefragt, wenn die Location, das Catering, die Dekoration und der/die FotografIn bereits gebucht sind. Im Vorgespräch erfahren wir dann mehr über die geplanten Details, über den Ablauf und die gebuchte Location. Klar, die Wahl der Location und der unterschiedlichen Dienstleister ist für die Hochzeitspaare eine große Herausforderung. Unsere DJs sehen in der Hauptsaison jedoch jedes Wochenende eine neue Location, und sie lernen unzählige Fotografen, Caterer und andere Dienstleister kennen.

Das bringt zwangsläufig den Vorteil mit sich, dass unsere DJs die Locations miteinander vergleichen können, und wie so häufig, steckt der "Teufel" eben im Detail. Stolperfallen fallen dem Hochzeitspaar eventuell nicht auf, sie werden übersehen oder kommen erst am Tag der Hochzeit selbst zur Geltung. Daher gibt es hier heute 10 Tipps & Tricks aus der DJ-Perspektive, die zum Gelingen einer perfekten Hochzeitsparty beitragen.  

1. Grenzt die Bar direkt an die Tanzfläche? 

Klar, „Mit dem DJ steht und fällt die Party!“, so sagt man, aber mit der Position der Bar eben auch. Ideal gelöst ist es, wenn die Bar nicht nur direkten Sichtkontakt zum Dancefloor hat, sondern möglichst direkt an diesen grenzt. Erklingt der Lieblingssong, und der Dancefloor befindet sich im benachbarten Raum, so entsteht dort einfach nicht dieselbe Energie, die sich entfaltet, wenn die Bar und die Tanzfläche eine Einheit bilden. An der Bar grooven, den Drink einfach kurz stehenlassen, eine Weile feiern, um dann auf kurzem Weg zurück zum Getränk zu gelangen. Die Gäste, die tanzen und feiern, sehen die Bar und umgekehrt. Ein idealer Partykreislauf entsteht. Zur Not kann man die Locationbetreiber doch noch darum bitten, eine mobile Bar am Dancefloor aufzubauen, sollte die eigentliche Bar tatsächlich im benachbarten Raum stehen.  

2. Nach dem Eröffnungstanz sollte die Tanzfläche das Epizentrum der Hochzeitsparty sein

Alles schon erlebt. 120 Gäste. Eine super Voraussetzung für eine rauschende Hochzeitsparty, aber dann! Die Fotobox steht im Innenhof des urigen Bauernhofs, durchgehend entstehen dort lachende Trauben und Schlangen aus wartenden Gästen. Dort verweilen immer mindestens 15-20 Hochzeitsgäste. Die Grillstation mit leckeren Miniburgern und frisch-trendigen Kringel-Pommes auf der Außenseite, mit Sicht auf den idyllischen See zieht die ganze Nacht über hungrige Hochzeitsgäste. Man sitzt an kleinen Bierbänken, und auch hier plaudern und essen immer mindestens 10-15 Gäste. Die Candybar steht noch im dem Saal, in dem zuvor gegessen wurde, und dort werden auch weiterhin Getränke serviert. 20 Gäste werden dort verschluckt, 15 weitere im Raum neben dem Dancefloor, denn dort läuft durchgehend die lustige Dia-Show, und gemütlich sitzen kann man dort auch. Die 120 Gäste verteilen sich nach dem Eröffnungssong und der ersten guten Tanzphase also gleichmäßig auf all diese Orte. Der Dancefloor ist jetzt also nur eine von insgesamt 5 Attraktionen. Damit die Hochzeitsparty unvergesslich wird, ist es also ratsam, die lieber Gäste nicht auf die gesamte Location zu verteilen. Die Fotobox und die Candybar lassen sich ja auch direkt neben der Tanzfläche aufbauen.

3. Der gute Ton macht die Musik

In einigen Locations ist es vertraglich verpflichtend, die bereits vorinstallierte "Haustechnik" (Licht & Ton) zu nutzen. Der DJ darf sein eigenes Equipment manchmal also gar nicht einsetzen. Die entsprechend zu nutzende, fest installierte Soundanlage der Location kann ja durchaus auch mal richtig grandios und erstklassig klingen, doch immer wieder müssen unsere DJs sich auch in vorinstallierte Ton-Systeme einklinken, die weder partytauglich noch klanglich zumutbar sind. Ist das Kind in den Brunnen gefallen, gibt es mit etwas Verhandlungsgeschick und guten Argumenten manchmal aber doch noch die Möglichkeit, die Betreiber davon zu überzeugen, dass der DJ doch bitte lieber seine eigene Tontechnik aufbauen darf. Bei der Locationwahl ist es also wichtig, auf dieses technische Detail zu achten, und vor allen Dingen auch danach zu fragen, welches Tonsystem dort verbaut wurde und ob dieses mit einem sogenannten "Limiter" ausgestattet ist. Gibt es eventuell sogar noch Lautstärkeprobleme mit den Nachbarn der Location? Schaut doch im Internet einfach nach vorherigen Bewertungen und Kritiken durch andere Brautpaare. (...nach den folgenden 3 Bildern geht's weiter...)

 
4. Beim Eröffnungstanz im Hellen entsteht wenig Atmosphäre

Bei einer Sommer-Hochzeitsparty im Garten oder in einem Zelt am Strand kann es durchaus funktionieren, den Eröffnungstanz bereits vor dem Eintreffen der Dunkelheit zu starten, doch in geschlossenen Räumen entsteht eine gemütliche und feierliche Atmosphäre im Sommer erst dann, wenn das vom DJ mitgebrachte Licht, das die Tanzfläche ausleuchtet, und die den Dancefloor umgebenden Floorspots ihre Wirkung entfalten. Es ist also empfehlenswert, vor dem großen Tag kurz im Kalender nachzuschauen, wann die Dunkelheit in der jeweiligen Location (Ort) einsetzt, damit die notwendige, auch optische Partystimmung entsteht. Auch für die Fotos ist dies wichtig, gerade dann, wenn die Gäste mit Wunderkerzen oder kleinen Glühbirnen ausgestattet wurden. In diesem Fall also lieber mal später als früher.   

5. Passt die Größe der Tanzfläche zur Anzahl der Gäste? Stehtische helfen!

Drei Ameisen auf einem Ameisenhaufen. Neben dem oben erwähnten Vorteil der Bar-Nähe zur Tanzfläche, ist auch die Größe des Dancefloors entscheidend für die Partystimmung. In einem großen Ballsaal, in dem gerne auch 120 Gäste Platz finden würden, kann man 60 Gäste wohl gerade noch an großzügigen Tischen und mit ausreichend Tischabstand so positionieren, dass der Raum damit nicht zu groß erscheint, aber spätestens, wenn die ersten 3 Tische zur Tanzfläche hin abgebaut werden, zeigt sich zur Party hin, dass der Raum für die Anzahl der geladenen und verbliebenen Gäste einfach viel zu groß wirkt. Haben dann eventuell noch ein paar Gäste abgesagt, oder Eltern von Kleinkindern und ältere Gäste verlassen kurz nach dem Eröffnungstanz die Feier, wird auf einer überdimensionierten Tanzfläche nur schwer die richtige Hochzeitspartystimmung entstehen. Hier können bereits simple optische Begrenzungen wie Stehtische helfen, sodass der Dancefloor optisch verkleinert wird. 

6. Reden und "Darbietungen" nach dem Eröffnungstanz sind eher suboptimal   

Wir schreiben das Hochzeitsjahr 2019. In einigen ländlichen Regionen mag es ja noch die "Reise nach Jerusalem" und viele andere lustige Spielchen und überholte Darbietungen nach dem Eröffnungstanz geben, aber diese Ausnahmen bleiben hoffentlich für immer dort. Während des Essens, das ja gerne mehrere Stunden in Anspruch nimmt, gibt es genug Zeitfenster und Momente, um die geplanten Reden (beispielsweise zwischen den Gängen) zu halten. Alleine schon, damit das Brautpaar nach dem Eröffnungstanz final loslassen und wirklich feiern kann, sollte es daher eigentlich, bis zum Mitternachtssnack bzw. bis zur Hochzeitstorte, zu keinen weiteren Unterbrechungen der Hochzeitsparty mehr kommen. Die meisten Gäste sind von derartigen "Aktionen" ohnehin genervt, die zuvor entstandene Partystimmung knickt ein, der DJ verliert seinen Flow und die ersten Gäste überlegen, ob sie jetzt dann lieber mal gehen. Eine Hochzeitsparty ist eben kein Kindergeburtstag und kein Spieleabend. (...nach den folgenden 3 Bildern geht's weiter...)

 
7. Hochzeitstorte & Mitternachtssnack „2 Go“ - Snacken & Feiern!

Feiern macht hungrig, das stimmt wohl. Und wer kennt ihn nicht, diesen Heißhunger nach dem Clubbesuch, bei dem man sich nachts um 2 Uhr einen Burger oder 'ne Currywurst gönnt? In den letzten Jahren sind diese Nachtspeisen, bei denen sich "früher" auch gerne erneut zu Tisch gesetzt wurde (dazu noch ein Käffchen), immer mobiler und kreativer geworden. Da gibt es die Currywurst in handlichen Schalen, und die Mitternachtstorte ist in Wirklichkeit ein zu einer Torte geformter Berg aus Mini-Muffins. Die Party kann also weiterlaufen, denn der Mitternachtssnack entwickelt sich immer mehr zum Fingerfood, und das ist gut so! Sitzen macht faktisch müde, sieht wenig animierend aus, und die Party steht kurz still. Dann doch lieber snacken & feiern. 

8. Feiert das Paar, feiern die Gäste! 

Eine simple und zutreffende Gleichung, denn: ein tanzendes und feierndes Brautpaar auf dem Dancefloor hat Signalwirkung für alle geladenen Gäste. "Hiermit laden wir Dich ganz herzlich zu unserer HochzeitFEIER ein!" Allseits große Freude! Das zukünftige Brautpaar möchte also gemeinsam mit der Familie und Freunden FEIERN, doch das Feiern selbst wird seitens des Paares manchmal unbeabsichtigt unterschätzt. Man möchte natürlich höflich sein, und sich mit möglichst allen Gästen unterhalten. Am Ende ist der schönste Tag des Lebens dann aber doch kürzer als erwartet und ziemlich eng getaktet. Das Aufstehen, das Ankleiden, die Frisur, die Schminke, der Weg zur Kirche, die Trauung, danach die Fotos vor der Kirche. Ab zur Location. Einzelfotos. Gruppenfotos. Sonnenuntergang. Dann das Essen, und plötzlich der Eröffnungstanz. Natürlich sind Gespräche wichtig, aber während der Partyphase ist dann irgendwie doch nichts mitreißender und ansteckender, als eine Braut im weißen Kleid, die barfuß tanzend durchdreht und ein Bräutigam, der von seinen Junggesellen eskalierend über den Floor getragen wird. Lust auf die passende Mathematik? Führst du 100 kurze 3 Minuten-Gespräche, plapperst du 5 Stunden am Stück. 

9. Die Foto-Box bitte direkt am Dancefloor

Was für die Bar weiter oben gilt, trifft natürlich auch auf die Fotobox zu. Daher lautet die Faustregel im Falle einer Fotobox: je näher am Dancefloor, desto besser! Steht die Fotobox nämlich irgendwo in einem anderen Raum, außerhalb der Location oder aber in der hintersten Ecke des Partyraumes, in dem gefeiert wird, zieht sie durchgehend Gäste von der Tanzfläche. Steht sie jedoch direkt und ganz gezielt am Rand oder in unmittelbarer Nähe des Dancefloors, stehen eben auch die auf die Fotobox wartenden Gäste wieder direkt bei der feiernden Partycrowd. Es entsteht quasi eine gegenseitige Befruchtung, und nicht selten entstehen hier dann die noch viel besseren und lustigeren Fotos der verkleideten Gäste, die in ihrer neu dekoriertem Rolle gerne noch einen Party-Gang hochschalten. (...nach den folgenden 3 Bildern geht's weiter...)

 
10. Wenn die Wünsche in Erfüllung gehen
 

In einem anderen getont-Blog-Beitrag ging es um die Wünsche, die bei Hochzeiten an die DJs herangetragen werden. Liegt dem DJ beispielsweise schon vor der Feier eine TOP-Liste mit Wünschen des Paares vor, die diese unbedingt auf ihrer Hochzeitsfeier hören wollen, weil es ja eben ihre absoluten Lieblings-Partytracks sind, so geht der DJ bestenfalls davon aus, dass das Paar zu eben genau diesen Songs feiern wird. Auch gibt es wiederkehrend unterhaltsame Situationen, in denen ein Gast sich seit gefühlten 3 Stunden immer wieder einen bestimmten Song wünscht. Kommt nun endlich der richtige Moment, in dem dieser Wunsch in die laufende Partyphase passt, steht der Gast mit seinem Bier am Rand der Tanzfläche und verweilt dort. Wenig macht einen DJ glücklicher, als eingehaltene "Tanzversprechen" in Form erfüllter Wünsche.

Soweit unsere 10 Tipps & Tricks aus der DJ-Perspektive, die zum garantiert zum Gelingen einer perfekten Hochzeits-Party beitragen. 

Wie immer möchten wir noch gerne auf unser "getont-Musiktagebuch" aufmerksam machen.

Seit dem 6. Dezember letzten Jahres wächst es "Tag für Tag" um einen weiteren "SONG DES TAGES"!

Wir schielen dabei nicht auf die Charts, denn die könnt ihr ja täglich im Radio hören. Vielmehr stellen wir euch hier täglich einen neuen, zumeist sehr aktuellen Song vor, und stilistisch ist hier jederzeit alles möglich. 

Nur an den Sonntagen gibt es einen "roten Faden", denn "...immer wieder sonntags..." wird es schön & entspannt, und die Songs, die wir hier sonntags vorstellen, sammeln wir ein Jahr lang, um allen getont-Kunden zum Nikolaus eine relaxte "Singer/Songwriter-Chill Out-Lounge-Playlist" in den geputzten Schuh legen zu können. 

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