„Hey Mr. DJ, Put A Record On. I Wanna Dance With My Baby!“

(Madonna)

über mich

schwerwiegendes ereignis

Der Tag, der meinen Lebensweg entscheidend prägen sollte, war der 30. Geburtstag meines Vaters, da war ich viereinhalb. Bis zu diesem Abend kannte ich tanzende Menschen nur aus “Ein Amerikaner in Paris” mit Gene Kelly; der erste Film, an den ich mich überhaupt erinnere. Aber ein anderes, für meine Zukunft schwerwiegenderes Ereignis, sollte wegweisend für meine Zukunft als DJ sein.

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die braun anlage der atelier serie

Man kennt das, wenn auf Feiern auch Kinder sind, die die Tanzeinlagen der Erwachsenen imitieren. Na ja, vielmehr hampeln sie eher rum, und im schlimmsten Fall stoßen sie mit ihren Köpfen an die umherwirbelnden Beine der Erwachsenen… der Weg zu Mr. Groove ist da noch weit. Ich war nicht so ein Kind, und ich erzähle gleich warum. Anfangs fand‘ ich den Abend ziemlich öde, da ich das einzige Kind auf der Party war. Nicht mal Caroline, eine gute Freundin aus dem  Kindergarten, war da. Es war also langweilig, anfangs. Als aber der übliche small talk der Gäste in lautstarke Unterhaltung überging, ergab sich eine entscheidende Wende. Es war bestimmt schon 20 Uhr und ich natürlich noch nicht im Bett, als sich mein Vater aus der Menschentraube schälte, beschwingt zu seiner umfangreichen Plattensammlung ins Nebenzimmer tänzelte, eine 7” Single aus dem Regal zückte, zurück ins Wohnzimmer zu seiner innig geliebten Braun-Anlage der Atelier-Serie hinüber schwebte, den Schutzdeckel des Plattenspielers hochhob, die 7” auf den Teller legte, den Umdrehungsschalter auf 45 stellte, den Tonarm vorsichtig anhob, das Abspielsystem an den Rand der Single aufsetzte, den Startknopf drückte, den Lautstärkeregler auf “9” stellte und mit einem verschmitzen, leicht schiefen Grinsen in die Runde blickte. 

musik so schön

Ob das jetzt genau so abgelaufen ist, erinnere ich natürlich nicht mehr en Detail, was ich aber erinnere, ist Folgendes: Als das anfängliche Rauschen der Rille erlosch und die Lautsprecher den ersten richtigen Ton ausspuckten, war ich auf einmal wie gebannt, denn was ich hörte, war Musik so schön, wie ich sie so noch nie in meinem Leben zuvor gehört hatte, weil sie einerseits sehr laut, andererseits so positiv, rhythmisch und catchy war. Was ich hörte, war “ABC” von den Jackson Five. 

erinnerungen eines kleinen tänzers

Ich hörte und fühlte den Rhythmus, die Harmonien, den Beat, und Ihr ahnt es schon: Ich war der erste, der die Tanzfläche eröffnete, und ich tanzte, nicht ungelenk und unrhythmisch, sondern so wie der beste Tänzer der Welt, wie Gene Kelly! Die Gäste versammelten sich um mich, waren begeistert von meinem Körpergefühl, klatschten und…. lachten. Es war toll! Ich war der Star des Abends, so habe ich das jedenfalls in Erinnerung, und ich wollte, dass der Abend nie endete, weil dieses Glücksgefühl so intensiv war und weil ich an diesem Abend erkannte, dass Musik und Tanz glücklich machen. Fortan beanspruchte ich alleiniges Sorgerecht für die Plattensammlung meines Vaters, und ich entdeckte Platten, die ideal dafür waren, meinem Talent als Tänzer Ausdruck zu verleihen: “It’s just a jump to the left, and then a step to the right. Put your hands on your hips, you bring your knees in tight. But it’s the pelvic thrust that really drives you insane.” 

stimmungseinflussgeber

Zeitsprung: 20 Jahre später, fand ich mich auf einer Party wieder, bei der viele nette Leute waren, eine ganz ordentliche Musikanlage und eine Plattensammlung von ca. 2 Metern Länge. Natürlich ging ich erstmal zu den Platten, um sie unter die Lupe zu nehmen. Und wie bei meinem Vater 20 Jahre zuvor, zog ich eine Platte aus dem Stapel, ging zur Anlage hinüber, hob den Schutzdeckel des Plattenspielers hoch, legte die 12” auf den Teller, stellte den Umdrehungsschalter auf 33, hob den Tonarm vorsichtig, setzte die Nadel an den Rand der LP aufsetzte, drückte den Startknopf, drehte den Lautstärkeregler auf “9” und und blickte in die Runde. Man kennt das ja, die Wiederkehr der Ereignisse, das déja vu, das Hirn, das einem einen Streich spielt. Aber an diesem Abend fühlte ich mich wieder an den 30. Geburtstag meines Vaters zurückversetzt, nur diesmal mit umgekehrten Vorzeichen: ich war derjenige, der die Platte ausgesucht hatte und zu der die Leute sich nun bewegten. Es war sozusagen der Beginn meines DJ-tums und zum ersten Mal merkte ich, wie man die Stimmung auf einer Party durch Musik beeinflussen kann. Und es war so viel schöner, wenn nicht nur ich, sondern alle zu meiner Musik tanzten. Das war Glück im Quadrat! Von da an wusste ich, du kannst das, du bist gut darin, du machst das. Und seitdem mach‘ ich das.

Kurzum: mit mir als DJ auf einer Party passt wie Kaffee und Zigaretten, wie Tolle und Koteletten oder wie Tony Curtis und Sidney Poitier in “Flucht in Ketten”. Ich freue mich auf Eure Feier!

meine top ten

  1. Valerie #Amy Winehouse
  2. 24 K Magic #Mark Ronson Feat. Bruno Mars
  3. September (Shinichi Osawa Remix) #Earth, Wind & Fire
  4. These Boots Are Made For Walking #Diana Ross
  5. Kiss #Prince
  6. Seed II #The Roots
  7. Bon Voyage #Deichkind
  8. Urlaub In Italien #Carsten „Erobique“ Meyer
  9. Boys #Lizzo
  10. Sex On Fire #Kings Of Leon

referenzen

Kunden: Greenpeace, Stadt Hamburg, Google, McKinsey & Company, Ver.di, BBDO, HHLA, Veltins, Gebrüder Heinemann, Frosta, SEAT, STRABAG, Spiegel Verlag, Adidas, Jung von Matt, Virgin Cruises, Züblin, Enerparc, Beiersdorf AG, SPON, Spiegel TV, Freenet, Bankhaus Julius Bär, Formel E, Boston Consulting, Burda, Inter Continental Hotels, Cornelia Poletto, St. Pauli Theater, Hamburger Wasserwerke, Stage Entertainment, Edeka, REWE, Meridian, Egon Zehnder, Revolverheld (Band), Madsen (Band), Bund Deutscher Architekten, BayWa re. Deutschland, Strandperle, High Life Music, Eversheds, Quantum Immobilien, Serviceplan, Aspekt Telefilm, LMB Fims, ndF Film, Toshiba, C & A, Sea Chefs, Eppendorf AG, Hamburger Presseball, Norddeutscher Regatta Verein, Romey von Malottky, Altran, Asklepios Klinik, Ohrend Studios, Peter Schmidt Group, Libri, Kemper Trautmann, Telcoland, Leagas Delaney, Landor, Hochschule für bildende Künste, Blauer Hummer, Bösch-Boden-Spies, Schiffszimmerer Genossenschaft, EasyNet, BDO AG, UBS, RAPP Germany, MDS Möhrle, TRACK Germany, ECTA Conference, Hamburger Spar und Bauverein

Locations: Mojo Club, MS Koi, Fischauktionshalle, Schuppen 52, Grünspan, Hühnerposten, MS Bleichen, Klubhaus St.Pauli, Nochtspeicher, Haus III70, Kraniche bei den Elbbrücken, Rosis Bar, 13. Stock, Frau Hedis Landgang, Kogge, Bernstein Bar, Barbarabar, Grüner Jäger, Pony Bar, Goldfisch, MS Stubnitz, MS Tonne, Nachthafen, Nachtasyl im Schauspielhaus, Napalm Beach, 3 Freunde Bar, Grätsche, Zur Ritze, Amphore. Elbtrash, Harms & Schacht, Hanse Lounge, Strandkiosk, Bullerei, Glanz und Gloria, Atlantic Hotel, Kulturkirche Altona, Süllberg, Goldener Anker,  Zum Alten Lotsenhaus, Café Schöne Aussichten, Au Quai, Altes Mädchen, DEL Hamburg, Goldbekhaus, Goldmarie, Tarantella, Copper House, Red Room, Affenfaust Gallerie, Stage Operettenhaus, Copper House, Tennisclub Rotherbaum, Fleetschlösschen, Gloria Bar, Hafenbahnhof, Heine Villa, Küchenwerkstatt, Sturmfreie Bude, CVJM Hamburg, Napalm Beach, Finkenwerder Yachtclub, Kieler Yacht Club, Anglo German Club, Juli, Schloß Weissenhaus, Haus Ruhr, Altonaer Kaispeicher, Alsterlounge, Museumshafen, Seepferdchen, Hamburger Polo Club, Vogelkoje (Sylt), Severins (Sylt), Samoa Seepferdchen (Sylt), Beach Motel (SPO) Schumanns (München), Hoch5 (München), 220° (Salzburg), Mayer am Pfarrplatz (Wien) usw. Hamburg Jazzfestival, Shakespeare Festival Düsseldorf.

Hochzeiten, Firmenfeiern, Geburtstage, Jubiläen an den verschiedensten Orten in und um Hamburg, ganz Deutschland, der Schweiz, Holland, Österreich und Frankreich.